Der Waldorfkindergarten Wurzelwerk e.V. befindet sich zwischen dem Kollwitzplatz und der Kulturbrauerei im Prenzlauer Berg. Eine Elterninitiative gründete unseren kleinen Kindergarten, bestehend aus Kleinkindgruppe und Kindergartengruppe. Seit August 2003 besuchen 12 Kinder im Alter von 1 ½ bis 3 Jahren die Kleinkindgruppe und werden von zwei Waldorferzieherinnen, sowie einer Praktikantin, diese ihr Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) absolviert, betreut. In der Kindergartengruppe verbringen 18 Kinder ihre Zeit miteinander. Es betreuen ebenfalls zwei Waldorferzieherinnen, sowie einer FSJ´ lerin diese altersgemischte Gruppe. Es besteht die Möglichkeit Integrationskinder aufzunehmen. Zusammen mit drei anderen Waldorfkindergärten, gehört der Waldorfkindergarten Wurzelwerk seit Herbst 2005 zur Außenstelle der freien Waldorfschule Mitte. Die Kinder, die laut dem neuem Schulgesetz (teilweise schon im Alter von 5 ½ Jahren) schulpflichtig sind, aber nach der Einschätzung des Schulaufnahmegremiums der freien Waldorfschule Berlin Mitte noch nicht schulreif sind, verbleiben in unserem Kindergarten und werden einmal wöchentlich vom „Wanderlehrer“ beschult. Außerdem erleben die Vorschulkinder einmal wöchentlich unseren Musikkreis.

In einem Altbau- Mehrfamilienhaus, in zwei nebeneinander liegenden Erdgeschosswohnungen, finden auf 180m² die Kleinkindgruppe und die Kindergartengruppe ihren Platz. Der Kleinkindgruppe stehen etwa 46 m² pädagogische Nutzfläche zur Verfügung, zusätzlich Garderobe, Flur und Waschraum. In dieser Einheit befindet sich auch die Kochküche. Unser Koch bereitet uns hier täglich ein frisches, biologisch- dynamisches Mittagessen zu. Die altersgemischte Gruppe verfügt über einen etwa 50 m² großen Gruppenraum, einen 25 m² großen Ruhe- und Bewegungsraum, sowie einer Garderobe, Waschraum und Flur. In hellen Pastelltönen lasierte Wände mit passenden Vorhängen vermitteln den Kindern das Gefühl von Geborgenheit. Mehrere kleine eingerichtete Ecken laden die Kinder zum Spielen ein. Die vielen bunten Spieltücher wirken ebenfalls angenehm auf das Auge. Naturmaterialien wie Kastanien, Muscheln, Steine, Baumrinde und Wolle sind in vielen Körbchen sortiert und an ihrem festen Platz vorzufinden. Im Innenhof ist ein kleiner Garten entstanden. Auf einem kleinen Hügel wurde ein kleines Wasserauffangbecken aus Felssteinen errichtet, von hier aus plätschert das Wasser durch ein künstlich angelegtes Bächlein hinunter. Mit großer Freude schöpfen die Kinder ihre Eimerchen voll oder kühlen sich im Sommer die Füße im kalten Nass. Der Buddelkasten bietet genügend Platz um große Burgen zu bauen oder weich zu landen, wenn man einen Sprung vom kleinen Hügel wagt.  Mühle Im Mittelpunkt unseres Gartens wächst eine große Linde, um sie herum wurde ein Klettergerüst erbaut. In Blumenbeeten finden Käfer und Schnecken ihr zu Haus und werden von den Kindern interessiert bestaunt und gesammelt. Der Garten bietet den Kindern einen geschützten Raum. Sie haben hier die Möglichkeit Natur in der Großstadt zu erleben. 

Innerhalb der familiären Gegebenheiten unseres Kindergartens soll die Individualität des Kindes durch die Einflüsse der Umwelt gestärkt werden. Die Eigenaktivität soll im Spiel hervortreten, durch vielseitige künstlerische Betätigungen angeregt und durch eine tätig religiöse Atmosphäre in der Gestaltung der Jahresfeste und alltäglichen Lebensordnung den notwendigen Halt finden. Die Waldorfpädagogik versucht, alle Kräfte und Fähigkeiten der Kinder – von leiblichen bis hin zu den intellektuellen und sozialen – in voller Breite und mit genügend Zeit reifen zu lassen, um so das Fundament für lebenslange Lern- und Leistungsfähigkeit zu legen. Jedem Kind wird die Zeit für seine individuelle Entwicklung eingeräumt. Elfen Das pädagogische Grundprinzip ist das nachahmende Mittun und Lernen. Dieses entfaltet sich im Bereich des schöpferischen Nachahmens durch die ausdrucksvolle Geste und das Vorbild gebende Tun des Erziehers. Sein Verhalten und seine sinnvollen Handlungen, wie etwa die Arbeiten in Haus und Garten, fördern über Wahrnehmung und Spiel die Fähigkeiten des Kindes in gesunder Weise. Im Kontakt mit Menschen erlebt das Kind seine Umgebung als einen möglichst umfassenden Bereich nachahmenswerter und sinnstiftender Tätigkeiten. Neben dem einmal wöchentlichen Malen mit Aquarellfarben und dem Brötchen backen für das gemeinsame Frühstück, besucht uns in der Kindergartengruppe eine Eurythmistin.

Die prägende Kraft aller Umwelteinflüsse macht die ständige Zusammenarbeit mit den Eltern notwendig, worauf wir auch großen Wert legen. Elternabende und Hausbesuche gehören ebenfalls zu den Aufgaben der Kindergärtnerinnen. Auf Elternabenden werden die Eltern in die Grundlagen der pädagogischen Arbeit eingeführt. Die Feste und Feiern des Jahres vereinigen Eltern und Erzieher um die Kinder. Zum Tages- und Wochenrhythmus gewinnt auch der Jahresrhythmus seine Bedeutung für das Leben im Kindergarten wie auch im Elternhaus.